Bei Dekubitus, auch bekannt als Dekubitalgeschwüre, handelt es sich um Bereiche einer lokalen Schädigung der Haut und/oder des darunterliegenden Gewebes meist über einem Knochenvorsprung als Ergebnis von Druck oder Druck in Verbindung mit Scherkräften, Reibung und/oder übermäßiger Hautfeuchtigkeit und -temperatur.

Dekubitus tritt infolge des Ausübens von Druck auf weiches Gewebe auf, wodurch es zu vollständig oder teilweise behindertem Blutfluss kommt. Eine weitere Ursache sind Scherkräfte, da diese an den Blutgefäßen für die Versorgung der Haut ziehen und die Gewebestrukturen schädigen können.

Dekubitalgeschwüre entstehen meist bei Personen, die sich nicht bewegen können oder an den Rollstuhl gebunden sind. Es wird allgemein angenommen, dass die folgenden Faktoren sich ebenfalls auf die Hautverträglichkeit in Bezug auf Druck und Scherkräfte auswirken und somit das Risiko der Entstehung eines Dekubitalgeschwürs erhöhen. 

  • Mangelernährung
  • Mikroklima (Nässe der Haut aufgrund von Schwitzen oder Inkontinenz sowie erhöhter Hauttemperatur)
  • Erkrankungen, die die Durchblutung der Haut vermindern, wie etwa Arteriosklerose
  • Erkrankungen, die die Berührungsempfindlichkeit der Haut verringern, wie etwa Paralyse oder Neuropathie.